Die „neue Bergius“ bricht auf zu neuen Ufern
Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,
vor etwas über einem Jahr wurde ich als Schulleiter an die Schule ihrer Kinder berufen, um sie aus stürmischer See wieder in ruhigeres Fahrwasser und in einen sicheren Hafen zu bringen. Das Bild eines Schiffs, das seinen Kurs suchte, kommt mir besonders passend vor. Die Crew, zu der auch ihre Kinder gehören, haben es mir dabei überwiegend leicht gemacht, denn anders als in manchen öffentlich gewordenen Schilderungen, habe ich unsere Kids von Beginn an weit überwiegend als herzliche, für Anregungen offene und durchaus lernwillige Schüler*innen kennenlernen dürfen, mit den üblichen pubertären Schwankungen und „Ausreißern“.
So kommt es, dass ich unsere Bergius schneller als von manchem erwartet aus der Krise führen konnte – natürlich nicht allein, sondern zusammen mit der gesamten Schulfamilie, ohne die das nicht möglich gewesen wäre: den Mitarbeiter*innen verschiedener Professionen, Ihnen als unterstützende Eltern und vor allem den Kids, die mir selbst in dieser kurzen Zeit ans Herz gewachsen sind. Dabei sind wir als Erwachsene nur dann für Jugendliche glaubwürdig, wenn wir auch selbst zu notwendigen Veränderungen bereit sind. Und eine solche Veränderung steht nun an:
Da die mir Anfang letzten Jahres gestellte Aufgabe, die Schule aus der Krise zu führen und gute Start-Bedingungen für eine neue, erfolgreiche Epoche der Bergius zu schaffen, erfüllt ist, werde ich im Sommer Platz machen für eine neue Schulleitung, die dann ab dem nächsten Schuljahr 2026/2027 mit frischem Elan der „neuen Bergius“ ein neues Gesicht geben wird. Ich schreibe „Schulleitung“, weil auch die stellvertretende Schulleiterin Frau Wegener zu neuen Ufern aufbricht, denn sie hat sich aussichtsreich auf die Leitung einer anderen Schule beworben, wobei ich sie gerne unterstützt habe. Außerdem verlässt uns – altersbedingt – zum Sommer Herr Jürs, den ich von der Johanna-Eck-Schule mitbrachte, damit er auch hier als Verwaltungsleiter unterstützen konnte. Beiden danke ich an dieser Stelle für ihre jeweiligen Beiträge zum Gelingen des zurückliegenden Jahres.
Das mag Ihnen auf den „ersten Blick“ als „etwas viel“ Wechsel erscheinen. Tatsächlich ist es aber gut und richtig, wenn eine neue Schulleitung möglichst große Freiheiten hat, mit einer frischen Besatzung auf der Schiffs-Brücke aus dem sicheren Hafen zu neuen Ufern aufzubrechen. Das kann aber wiederum nur gelingen, wenn die Crew, also die Schulfamilie mitzieht. Deshalb bitte ich Sie herzlich, meiner kommissarischen Nachfolgerin mindestens ebenso viel Wohlwollen und Unterstützung wie mir entgegenzubringen. Denn das ist nicht nur notwendig, sondern auch überaus motivierend, bei der Übernahme einer so großen Verantwortung, die sie mit Beginn des neuen Schuljahres tragen wird.
Aus dienstrechtlichen Gründen erfolgt die Übernahme einer Schulleitung fast immer zunächst kommissarisch. Das erlaubt der Senatsverwaltung, die Stelle zeitnah und sachgerecht schon zu besetzen, wenn das personalrechtliche Ernennungsverfahren dazu noch nicht ganz beendet ist. Auch ich war zunächst „kommissarisch“ mit der Leitung meiner bisherigen Schulen betraut. Das ist kein Makel, oder gar Ausdruck fehlenden Vertrauens, sondern übliche Praxis.
Wir haben großes Glück, dass mit unserer aktuellen Mittelstufen-Koordinatorin, die ich letztes Jahr für unsere Schule gewinnen konnte, eine ebenfalls engagierte und kompetente Persönlichkeit – in die ich großes, berechtigtes Vertrauen setze – davon überzeugt werden konnte, nun auch Verantwortung übernehmen. Sie wird ihre Sache sehr gut machen, daran habe ich keinen Zweifel. Und sie wird, zusammen mit der zuständigen regionalen Schulaufsicht, geeignete und engagierte Personen für die anderen freiwerdenden Positionen finden; dessen bin ich ganz sicher.
Ihnen und vor allem Ihren Kindern, die sicher mit der entsprechenden Unterstützung durch Elternhaus und Schule ihren Weg machen werden, wünsche ich auf diesem Wege alles erdenklich Gute für die Zukunft – die für Ihre Kids noch manche Wechsel und Veränderungen bereithalten wird. Meine Bitte zum Abschied lautet daher: Machen sie Ihren Kindern immer Mut für diese Veränderungen im Leben, die immer auch neue Chancen schaffen, Türen öffnen; so wie sich nun für mich neue Türen öffnen.
Herzliche Grüße und alle guten Wünsche für Ihre und Ihrer Kinder Zukunft sendet Ihnen
Engin Çatik

